| Von Laienmusikern gegründet Die Gründung des Posaunenchores erfolgte im Jahr 1936 durch die beiden Rummelsberger Diakone Johann Karl Bierlein (Stadtkirchner von 1934 bis1971) und Max Götz (Gemeindediakon von 1936 bis 1972 und in den ersten Jahren Leiter des Posaunenchores). Es ist nicht überliefert, wie sich der Posaunenchor zahlenmäßig und musikalisch entwickelte und wann er erstmals zu hören war. Erst 1949 findet sich in einem Protokoll des „Evang. Gemeindeverein Kempten und Umgebung e. V.“ ein Hinweis auf die geplante Mitwirkung des Posaunenchores an einem Gemeindeabend am 6. Januar 1950. Nach einem Pressebericht hat der Posaunenchor beim Gemeindeausflug im Jahre 1952 „gerne gehörte Lieder aus unseren Volksweisen“ vorgetragen. Fünf Jahre später erwähnt die Zeitung lobend den Chor und seinen Dirigenten (den ehemaligen Leiter der Kemptener Stadtkapelle) im Bericht über eine Weihnachtsfeier: „Hinzugesellten sich zwei dynamisch durchgefeilte, klangrein dargebotene Choräle, mit denen Kapellmeister Popp seiner Tätigkeit dem Posaunenchor von St. Mang Ehre machte“. In der Verantwortung des Kantors Nach einer kurzen posaunenchorlosen Zeit erfolgt ein Neubeginn im Jahr 1961 mit dem Dienstantritt von Emil Wendler, der als erster Kantor der St. Mangkirche auch für die den Posaunenchor zuständig ist und bald über 12 Bläser verfügt. Als er 1984 seinen Dienst beendet, übernimmt sein Nachfolger Ulrich Knörr den Posaunenchor. Seit 1994 ist für die Bläserinnen und Bläser dessen Nachfolger als Kantor an der St. Mangkirche, Kirchenmusikdirektor Frank Müller, verantwortlich. Er schätzt den Posaunenchor wegen seiner „musikalischen Bandbreite“, den „vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Gottesdienst und im übrigen Gemeindeleben“ und bezeichnet den Chor als „farbig-tönenden Kontrapunkt im musikalischen Leben unserer Kirchengemeinde“. Auf Initiative von Erwin Dürr gründen 2005 die nicht mehr berufstätigen Bläser im Rahmen des Posaunenchores einen zusätzlichen Bläserkreis. Seine Aufgabe ist die musikalischen Gestaltung von Beerdigungen sowie das Spiel bei Anlässen (z. B. Geburtstage, Jubiläen), die berufstätige Chormitglieder aus zeitlichen Gründen nicht wahrnehmen können. Im Jahr 2011 kann der Posaunenchor der Evang.-Luth. St. Mangkirche auf 75 Jahre seines Bestehens zurück blicken. Er wird dieses Jubiläum feiern – unüberhörbar! |
