

St. Mangkirche
Seit über 600 Jahren prägt die St. Mangkirche in ihrer jetzigen Gestalt das Stadtbild. Das macht sie zu einem Wahrzeichen Kemptens und darüber hinaus zu einem symbolträchtigen Ort Allgäuer Geschichte. Vorgängerbauten und Gründungslegenden weisen bis ins 8. Jahr-
hundert zurück, als sich ihr Namenspatron, der Heilige Magnus, anschickte, das Allgäu zu christianisieren.
Hochwasser und Kriege überstand die St. Mangkirche mit ihrer Stadt und von ihr gingen die reformatorischen Gedanken aus, die die Geschichte Kemptens für Jahrhunderte prägten. Als ehemaliger Mittelpunkt der Freien Reichsstadt erzählt sie vom Streit um den rechten Glauben, vom Streben selbstbewusster Bürger nach Eigenständigkeit und vom Ringen um nachbarschaftliche Toleranz. In der Bibliothek beherbergt sie einen wertvollen Bestand historischer Bücher und ihr Turm steht auf über tausend Jahre alten Fundamenten.
Bis heute ist St. Mang die größte evangelische Kirche der Region und von zentraler Bedeutung für die evangelischen Christen Kemptens.
Jahr für Jahr nutzen Tausende das umfangreiche kirchenmusikalische Angebot und genießen die Vorzüge einer ausgezeichneten Raumakustik. Das gotische Gotteshaus gehört zu den größten Konzertkirchen der Region und ist durch Gottesdienstübertragungen in Funk und Fernsehen weit über Kempten hinaus ein Begriff. Dies und die ebenfalls regelmäßig stattfindenden Ausstellungen belegen eindrucksvoll, dass die St. Mangkirche nach wie vor eine lebendige Rolle im Herzen der ehemaligen Freien Reichsstadt spielt.
